Natriumdampfentladungsgeräte 2.0

Sehr schön, gerade mal zwei Stunden rum und schon "Die Zeit", den "Stadtanzeiger" und alle anderen Schmierfinken getoppt mit dem Keyword "Natriumdampfentladungsgeräte". Danke Google, ich hab’ Dich lieb!

29. Januar 2008  3 Comments

Natriumdampfentladungsgeräte

Die Großrazzia gegen Cannabis, was für ein Schrott… Die ganze Welt berichtet davon, dass der Verkaufsschwerpunkt des Online-Händlers so genannte "Natriumdampfentladungsgeräte" waren. Wenn man mal danach sucht im Internet, gibt’s allerdings nicht eine einzige Seite, auf der man solche hübschen Teile kaufen kann, selbst wenn man zusätzlich noch "Shop" oder "Kaufen" als Keyword eingibt findet man nichts. Da drängt sich mir doch glatt die Frage auf, ob dieses tolle Wörtchen nicht mal eben erfunden wurde von irgendeinem dieser miesen Hunde?!

29. Januar 2008  Leave a comment

Yesterday

Wat war dat für’n cooles Konzert gestern Abend im Blue Shell, holy moly. Eigentlich waren’s drei Konzerte in einem, denn es spielten ja auch drei verschiedene Leute, nämlich der Götz Widmann aus Bonn, et Janina aus Hamburg hat gerockt und last but not least the Kriss Cologne.  Wir hatten ‘nen verdammt coolen Platz direkt an der Bühne und so konnte der Commander von jedem der Musiker ein schönes Filmchen drehen, das es hier zu sehen gibt. Aber nicht für Tommy, Antje und Martin, ihr dürft das nicht gucken, weil ihr so erbärmlich abgeklemmt habt gestern!

Den Anfang macht der gute Götz, der im April diesen Jahres ein neues Album rausbringt, auf das ich mich schon sehr freue. Okay, der Titelsong, "Böäöäöäöäöä" oder so ähnlich, ist meiner Menung nach eine absolute Katastrophe, aber dann gibt’s da ein Liedchen, das "Kornfeld und Wind" oder so in der Art heißt, und das, liebe Freunde, ist der absolute Oberhammer:

 

Dann hätten wir da als nächstes Janina aus Hamburg, Junge, Junge, hat die Frau eine krasse Stimme, unglaublich. Leider konnte ich nicht mehr von ihr aufnehmen, da meine Kanone fast voll war, und dann hab’ ich auch noch genau das Lied erwischt, das ich schon mal gepostet hab’. Na ja, wat soll et, das Lied kann man nicht oft genug hören:

 

 

 

Soho, zu guter Letzt (Das ist übrigens die einzig richtige Schreibweise), kommen wir zu Krisscologne oder Kriss Cologne, der Junge ist wirklich klasse und hat mir gestern Abend am besten von den Dreien gefallen. Hätte mir gerne ‘ne CD gekauft aber irgendwie hab ich’s total verpeilt, beim nächsten Mal dann. Leider fehlt ein Stück beim Filmchen, weil die Frede den Tisch umgetanzt hat, böse Frede Du, und der Ton, na ja, macht aber nix, denn et groovt trotzdem…

17. Januar 2008  3 Comments

Kölsch für Anfänger – Teil 4

So liebe Freunde, heute wird’s lustig, denn heute lernen wir, wie wir unseren Nachbarn, wahlweise Briefträger oder den Penner vor’m Supermarkt, der uns den Parkplatz weggenommen hat, beleidigen können. Zuerst mal ein paar einfache, aber schöne, Kraftausdrücke und Schimpfwörter:

"Aap" (Affe) – Der Kölner an sich hat einen Faible für dieses kleine Tierchen und verwendet den Ausdruck sehr gerne, manchmal auch in Kombination: "Do häs en Jeseech wie en Aapefott" (Du hast ein Gesicht wie ein Affenhintern)

"Blötschkopp" (Beulen/Dellenkopf) – Ein Mensch, der eine so große Beule/Delle im Kopf hat, dass kein Gehirn mehr reinpasst. 

"Breefkasteschnüss" /Briefkastenmund) – Bezeichnung für ein Großmaul

"Drüjje Pitter" (Trockener Peter) – Ein kalkulierender Mensch, der absolut langweilig ist und keinen Humor besitzt.

"Fubbelsmatant" (Fetzentante) – Bezeichnung für eine aufgedonnerte, herausgeputzte Frau

"Halfjehang" (Halb angezogen) – Findet Verwendung wenn man denkt, dass das Gegenüber zu lässig gekleidet ist, also die Sachen mehr hängen als sitzen.

"Höppemötzje" (Hüpfmütze) – Ein Mensch, der von niemandem ernst genommen wird.

"Kiesjeseech" (Käsegesicht) – Spöttische bezeichnung für jemanden der sehr blass ist.

"Kniesbüggel" (Geizkragen) – In Köln wird klebriger Dreck "Knies" genannt, genauso hält der hier beschriebene Mensch sein Eigentum fest.

"Kurentekacker" (Korinthenkacker) – Ein Spießer, der so kleinlich ist, dass man ihn verdächtigt sogar Korinthen zu kacken.

"Pimmock" – bezeichnung für jeden Nichkölner, der durch sein Verhalten und seine Sprache als "unkölsch" auffällt.

"Sackjeseech" (Sackgesicht) – Ultimativbeschimpfung für alle typen von Menschen, die man absolut nicht leiden kann.

"Tütenüggel" – Eine unreife, läppische Person.

 

Alleine mit diesen Wörtern kann man schon jede Menge Spaß in der Stadt haben, wer noch ein bisschen weiter gehen will, sollte sich jedoch an ganze Sätze wagen:

 

"Do muss eez ens daran rüsche, wo ich üvverall hinjepiss han."  – Bemerkung darüber, dass einen etwas nicht schocken kann, weil man schon so einiges erlebt hat.

"Pass op, Du rüchs ald noh d’r Schüpp!" Eine Warnung an sein Gegenüber, dass er nicht mehr lange zu leben hat, wenn er so weiter macht/erzählt.

"Dir ka ‘mer et Vatterunser durch de Rebbe blose."  "Netter" Spruch zu jemandem der sehr dünn ist.

"Do kriss jlich eine vür d’r Kopp jedonnert, do denkste d’r Kölner Dom wör en Frittebuud."

" s.o. ———————————————–, do bruchse zwei Paar Schoh für ze bremse."

"Ich maach dir en Pief an, die qualmt bis noh Arizona."

Wer noch Probleme mit der Aussprache hat, dem sei Folgendes empfohlen: youtube.de und dann "benether" eingeben, viel Spaß! ;)

 

 

16. Januar 2008  2 Comments

Der Autor über sich selbst

- Für meinen Freund Wayne Carpengayle -

Mein drittes Leben

Ich wurde am 15. August 1769 in Ajjacio geboren. Weil es noch keinen Fernseher gab und die Freizeitmöglichkeiten in dem Kaff mehr als begrenzt waren, hatten meine Eltern (Carlo und Letizia) nichts anderes zu tun, als zu bumsen, deshalb hab‘ ich auch 12 Geschwister, unglaublich aber wahr. Na gut, vier haben bereits in jungen Jahren die Grätsche gemacht, aber acht Geschwister is‘ immer noch krass genug, was glaubt ihr, wie das beim Essen zuging!?

Irgendwann musste ich dann, wie alle Kinder, in die Schule gehen und blöde Sachen lernen, da hatte ich ja gar keinen Bock drauf, obwohl, in Mathematik war ich schon ziemlich gut. Mein Dad wollte, dass ich eines Tages große Karriere beim Militär mache, deshalb steckte er mich zu den miesen Franzosen auf eine Kadettenschule. Ich als einziger Korse, tolle Sache! Na ja, irgendwie ging’s aber doch und in Mathe war ich echt der Kracher. Im sprachlichen Bereich wurde ich erst gar nicht geprüft, hab‘ ich einfach nie gerafft das Sache mit dem Sprache.

1785 starb mein Vater an Magenkrebs und ich übernahm die Rolle des Familienoberhauptes. Mit 16 erhielt ich das Offizierspatent  und kurz darauf nahm ich meinen Bruder Louis bei mir auf, damit meine Mum nicht mehr ganz so viel zu tun hat.

In meiner Freizeit las ich verdammt viel, ich hab quasi alles in mich aufgesaugt, von Romanen bis zu Lehrbüchern verschlang ich jedes Buch. „Die Leiden des jungen Werthers“ vom guten Johann Wolfgang hab ich sogar gleich mehrmals gelesen und natürlich diverse militärische Standardwerke.

Im Sommer ´89 begann eine Revolution und alles sollte sich ändern: 1791 wurde ich befördert und trat dem Jakobinerclub bei, eine gute Wahl. Ende ´91 bin ich dann zurück nach Korsika und bekam durch Wahlmanipulation den Titel „Führer der Nationalgarde“, diese Manipulation konnte mir allerdings nie jemand nachweisen, waren alles nur Gerüchte. Durch eine Verkettung unglücklicher Ereignisse musste meine Familie und ich Korsika verlassen und seitdem können mich die Korsen kreuzweise, Undank ist der Welten Lohn sag ich immer…

In den darauffolgenden Jahren machte ich große Karriere und stieg immer weiter auf: Brigadegeneral, Divisionsgeneral, Oberbefehlshaber im Inneren, mir lag die Welt zu Füßen und dann kam Joséphine… Obwohl sie deutlich älter war als ich, hab‘ ich sie trotzdem geheiratet, immerhin erhielt ich dadurch Einlass in die Pariser Gesellschaft, ein gutes Geschäft.

Zwei Tage nach meiner Hochzeit hatte ich bereits die Schnauze voll von Joséphine und machte mich auf den Weg nach Nizza, dort ließ ich erstmal meinen Namen ändern, die Alte würde mich nie wiedersehen, hah…  Da mir jetzt ein wenig langweilig war, plante ich einen schönen Feldzug, den ich auch haushoch gewann. Tja, ja, das Lesen hat sich ausgezahlt, die dämlichen Italiener mit ihren überholten Kriegstechniken habe ich sowas von überrollt, die wussten anschließend nicht mehr wo vorne und hinten war.

Nachdem ich dann wieder in Frankreich war, hatte ich Angst um meinen Ruhm, denn der hält ja bekanntlich nicht ewig. Ich bedrängte die Verantwortlichen solange, bis sie mir eine neue Aufgabe zukommen ließen, die Eroberung von Ägypten. Aus Ägypten wurde dann leider nur Malta, macht aber nix, ist besser als gar nichts. Zuhause wurde ich gefeiert wie ein Volksheld und kurze Zeit später wurde ich im Alter von 30 Jahren Erster Konsul der Französischen Republik oder wie ich es gerne nenne:  Alleinherrscher! Mit Hilfe meiner Erfolge und einer Volksabstimmung krönte ich mich 1804 zum Kaiser und legte erstmal so richtig los, ich eroberte Wien und später Berlin. Mittlerweile hatte ich ganz Kontinentaleuropa unter meinen Fittischen, nur diese verkackten Engländer nicht.

Wie so oft im Leben wendet sich plötzlich das Blatt, ich hatte es wohl ein bisschen übertrieben. Die Spanier machten, anfangs noch auf meiner Seite,  Ärger, die Österreicher kamen wieder an und das eigene Volk war auch nicht mehr sooo gut drauf. 1809 ließ ich mich dann von Joséphine scheiden weil sie einfach nicht in der Lage war mir ´nen Thronfolger zu gebären. Dafür hab‘ ich dann 1810 et Marie-Louise kennengelernt und die hat’s auch gebracht, das Kind meine ich.

Als nächstes wäre da der Russlandfeldzug, ohweia, ich darf gar nicht dran denken, dat ging ja mal sowas von nach hinten los… Obwohl ich 675.000 Mann zur Verfügung hatte (die größte Armee, die Europa jemals gesehen hat), verlor ich und kam mit nur 18.000 Leutchen zurück. Von da an ging es rapide bergab. Deutschland, Österreich, Schweden, Spanien, alle waren gegen mich und eroberten  am 31. März 1814 mein geliebtes Paris. Am 2. April wurde ich als Kaiser abgesetzt und durfte auf Elba wohnen. Elba, was für ein Nest, 10.000 Einwohner und 1.000 Soldaten, und das für mich, einen Mann, der über ganz Europa geherrscht hat. War klar, dass ich es da nicht lange aushalte, also beschloss ich, zurück nach Frankreich zu gehen und hatte dort sogar 100 Tage lang Erfolg. Ach ja, das war herrlich, leider war danach alles aus und ich wurde nach St. Helena verbannt, ausgerechnet auf eine britische Insel, spitzenmäßig. Mein Gesundheitszustand wurde schlechter und schlechter und am 5. Mai 1821 war dann endgültig Schluss, ich war tot.

15. Januar 2008  1 Comment

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